DTM Sat1-ran Special

DTM Sat1-ran Special

Matthias Killing – Fernseh- und Veranstaltungsmoderator bei der Prosieben Sat 1 Gruppe – unter anderem für ran und das Sat 1Frühstücksfernsehen.

Power Papa, Hobby-Gärtner und absoluter Herzensmensch, der lieber anpackt als zu theoretisieren! So haben wir Matthias von Anfang an kennen und schätzen gelernt. Heute möchten wir euch einen besonderen Einblick hinter die Kulissen gewähren und haben deshalb ein exklusives Interview mit der rheinischen Frohnatur geführt. Ganz persönlich, authentisch und direkt, so wie Matthias nun mal ist.

Wir wünschen euch ganz viel Spaß beim Lesen und hoffen, dass die Lebensfreude, die Matthias so sehr ausstrahlt zu euch durch den Bildschirm hindurch gelangt.

Herzlichst euer Handstich-Team

Handstich: „Hallo Matthias und Danke, dass du dir Zeit genommen hast, um für unsere Leser einige Fragen zu beantworten! Wir wollen auch gar nicht lange fackeln, sondern direkt loslegen. Wenn man dich nicht persönlich kennt, mit welchen drei Worten würdest du dich am ehesten beschreiben?“

Matthias strahlt über das ganze Gesicht als er antwortet:

„Sich selber in drei Worten zu beschreiben ist natürlich nicht leicht und nicht einfach, aber trotzdem möchte ich es gerne versuchen. Ich glaube, dass ich sehr ehrgeizig und humorvoll bin… ich bin aber auch straight und relativ gerade aus. Gut, dass sind jetzt mehr als drei Worte, aber damit kann man sich vermutlich ein gutes Bild machen, wie ich so drauf bin.“

 Handstich: „Bleiben wir doch direkt bei dem Thema „Aller guten Dinge sind drei“ – welche drei Dinge sind dir aktuell in deinem Leben am wichtigsten?“

Matthias: „Ganz klar – an erster Stelle steht für mich meine Familie! Die geht für mich über alles und ganz vorne angestellt mein Sohn. Jeder der Kinder hat weiß, wie sehr sich das eigene Leben mit der Verantwortung für ein kleines Kind verändert und welche Bedeutung das Leben bekommt. Darauf folgt natürlich mein Beruf! Für mich ist ein Lebenstraum, den ich schon seit meiner Kindheit hatte, in Erfüllung gegangen als ich Moderator geworden bin. Das macht mich jeden Tag einfach wahnsinnig glücklich! Und zu guter Letzt wird für mich – je älter ich werde – das Thema „Ausgleich und Freizeit“. Wie ich meine Freizeit gestalte und wie ich für mich persönlich Ausgleich schaffe.“ (… er lacht schelmisch…) „Und ich will ganz ehrlich mit euch sein… Außerdem ist es mir enorm wichtig, dass ich immer einen schönen Rasen in meinem Garten habe – da bin ich immer ziemlich hinterher!“

Handstich: „Ganz verständlich, denn wer Fußball liebt, der braucht zu Hause natürlich einen Vorzeige-Rasen. ;-) Außerdem kann Gartenarbeit ja schon etwas Meditatives an sich haben! Wenn wir gerade beim Thema Freizeit sind, welchen Film würdest du unseren Lesern besonders ans Herz legen? Was muss jeder mal gesehen habe?“ 

Matthias: Oh, das ist für mich auch ziemlich eindeutig! Schließlich steht die DVD-Sammelbox bei mir zu Hause fast wie der heilige Gral und begleitet mich seit meiner Kindheit: Die Trilogie „Zurück in die Zukunft“ mit Marty Mcfly und Doc Brown als Protagonisten! Jeden einzelnen von den Filmen habe ich mindestens 20 Mal gesehen! Einfach großartige Filme! Man muss sich das mal vorstellen! Das war die Phantasie der 80er Jahre wie die Zukunft für das Jahr 2018 aussehen wird. Fliegende Autos und all das! Und das hat der Regisseur Robert Zemeckis einfach toll umgesetzt. Zwar haben wir heutzutage noch keine fliegenden Autos, aber dass wir mit Computern oder Fernsehern reden, ist für uns heute ja tatsächlich total selbstverständlich – Sprachsteuerung halt. Insofern meine absolute Empfehlung für alle, die die Filme noch nicht kennen sollten. Drei Hammer Teile!

Handstich: „Alles klar! Für den nächsten verregneten Tag wissen wir, was wir bingewatchen! Hast du vielleicht noch eine Empfehlung für den nächsten Entspannungs-Urlaub - ein Buch, das du immer wieder gerne empfiehlst? 

Matthias: „Dann sollte es ein Unterhaltungsbuch sein und da empfehle ich „Blackout“ von Marc Elsberg! Kurz umrissen geht es darum, wie sehr sich unsere Gesellschaft in kürzester Zeit verändert, wenn wir keinen Strom mehr haben. Davon handelt das Buch nämlich. Ein Stromausfall, der ganz Europa lahmlegt. Ich will nicht zu viel verraten, aber ein Mann macht sich auf die Suche nach der Ursache und das ist mega spannend zu lesen. Mich hat am meisten gepackt, was für ein realistisches Bild der Autor gezeichnet hat, bis wohin uns das eigentlich trifft und wie abhängig wir davon sind. Schließlich ist für uns Strom ja etwas absolut Alltägliches. Lichtschalter ein und so weiter. Irres Buch einfach! 

Handstich: „Danke für die Empfehlung! Dann schlagen wir die Brücke mal zu Geschichten aus deinem persönlichen Leben – welche Story aus deiner Jugend wirst du deinen Kindern und Enkeln am häufigsten erzählen?   

Matthias: „Puh aus meiner Jugend? Vielleicht eher gegen Ende meiner Jugend, so mit 18 Jahren, denn da hat für mich ein lebensverändernder Abschnitt begonnen, der mich unglaublich bereichert hat. Nämlich die Zeit als ich als Animateur auf einem Kreuzfahrtschiff gearbeitet habe. Das mag zunächst erstmal irgendwie trashig und komisch klingen, aber als ich Ende der 90er auf diesem Kreuzfahrtschiff gearbeitet habe, hat sich mein Berufswunsch Moderator zu werden absolut verfestigt. Dort wurde mein Traum nämlich zum ersten Mal Realität und ich durfte selbst moderieren. Und ganz ehrlich, was kann es Schöneres für einen jungen Menschen geben, als mit dem Schiff um die Welt zu reisen, verschiedene Länder zu sehen und auch noch einen Haufen Spaß bei seinem Job zu haben. Das war schon ein absoluter Traum!

Handstich: „Können wir uns gut vorstellen! Wir als Marke sind ja auch echte „Weltenbummler“! Gab es denn bisher in deinem Leben einen ganz besonderen Tag, den du gerne nochmal erleben würdest?“

Matthias zwinkert etwas verschmitzt und antwortet dann: „Eigentlich nein, denn ich habe bisher soviel tolle Tage erleben dürfen, dass es keinen einzelnen gibt, denn ich besonders hervorheben wollte. Mein Ziel es eigentlich viel mehr dafür zu sorgen, dass ich noch viele weitere tolle Tage erleben darf!“

Handstich: „Verständlich, als Moderator erlebst du ja jeden Tag ganz Verschiedenes! Da ist es sicher schwer sich für einen Tag zu entscheiden. Wobei… Vielleicht gibt es ja einen Moment für dich als Moderator, der dir besonders im Gedächtnis geblieben ist? So ein echter Bummer, der dir bis heute die Nackenhaare aufstellt?“ 

Matthias (… legt die Stirn in Falten und guckt sehr ernst…): „Absolut! Der schwierigste Moment meiner Karriere war das Champions League Finale Chelsea gegen Bayern München 2012. Bayern hat das Spiel damals sehr knapp im Elfmeter Schießen verloren. Ausgerechnet „dahoam“ in München! Meine Aufgabe war damals die Spieler direkt nach der Niederlage zu interviewen. Bis auf Thomas Müller hat sich kein Spieler bereit erklärt Fragen zu beantworten. Na logisch, die waren auch tief getroffen von dem Misserfolg. Das war echt ein schwieriger Moment für mich als Moderator!“ 

Handstich: „Ok, Ok, dann lass uns mal von diesem schlimmen Erlebnis zu den schönen Dingen des Lebens kommen. Was macht dir denn an deinem Job am meisten Spaß?“

Matthias: „Ich habe das große Glück, dass ich einen Job mache, bei dem ich jeden Tag 100% gerne zur Arbeit gehe und das sage ich in absoluter Demut.“

Plötzlich zieht sich ein breites Lächeln über sein Gesicht.

„Natürlich habe ich schon persönliche Highlights erlebt, wie zum Beispiel mein erstes Mal Moderieren einer Fußball Sendung in einem Fullballstadion. Das war tatsächlich mein Debüt als Ran-Moderator vor 10 Jahren. Borussia Gladbach gegen den FC Liverpool. Das hat mich damals so überwältigt! Ich meine ich habe da mit dreißig Jahren das erreicht, wovon ich schon mit 13 Jahren geträumt habe! Das ist mit Sicherheit eine Sendung oder ein Tag, den ich niemals vergessen werde!“ 

Handstich: „Klingt so, als würdest du wirklich jeden Tag deinen ganz persönlichen Traum leben! Und auf welche Errungenschaft bist du in deinem Beruf besonders stolz?“ 

Matthias: „Errungenschaft ist schon ein sehr großes Wort. Ich glaube es sind eher die Erfahrungen, die mich in meiner Karriere geprägt haben, auf die ich stolz bin. Wie zum Beispiel, dass ich vor knapp 15 Jahren im Tennisstadion Rothenbaum in Hamburg moderieren durfte. Das hat mich ziemlich bewegt! Generell große Sportler zu interviewen ist immer wieder eine Sensation für mich! Aber auch das Frühstücksfernsehen bei Sat1. Mit spannenden und inspirierenden Hollywood-Schauspielern sprechen zu dürfen… Daniel Craig, Will Smith oder Harrison Ford fallen mir da sofort ein. Das sind alles Momente, die ich für immer tief in mein Herz geschlossen habe. Als Kind hätte ich mir das niemals träumen lassen – das ich sowas mal machen darf!“, er strahlt dabei, wie ein Honigkuchenpferd. 

Handstich: „Wenn du so redest, zauberst du einem wirklich ein Lächeln ins Gesicht! Bleiben wir noch ein bisschen bei deinem Beruf! Was war denn die beste Entscheidung in deiner Laufbahn?“

Matthias: „Das war der Schritt im März 2009 zu dem Sat1 Casting in Berlin zu gehen. Dort wurde ein neuer Moderator für das Frühstücksfernsehen gesucht. Mich überhaupt dahin zu trauen… Schlussendlich hat dieser Mut mein berufliches Leben total verändert und mich dahin gebracht, wo ich heute bin. Teil eines großartigen Teams, in einer tollen Atmosphäre und einen spannenden Job auszuführen.“

Handstich: „Das klingt nach einem ziemlichen Erfolg, den du da für dich verbuchen konntest. Fällt dir spontan jemand ein, wenn wir über „Erfolg“ reden?

Matthias: „Nein nicht direkt, denn Erfolg ist für mich relativ. Jeder muss für sich selbst wissen, was Erfolg bedeutet. Denn das können ja auch schon kleine Dinge sein. Dinge zu tun, die man sich vorher nicht getraut hat oder eine tolle Familie zu haben und richtig glücklich zu sein. Für mich persönlich bedeutet erfolgreich sein, eigentlich eher glücklich zu sein. Ich hänge nicht an Geld oder an irgendwelchen beruflichen Fortschritten, sondern mehr daran, ob ich glücklich bin und gerne mache, was ich tue. Wenn man sagen kann, ich bin glücklich, wo ich gerade bin, ist das für mich Erfolg pur. Dann hat man in seinem Leben viel erreicht.“ 

"Wenn man sagen kann, ich bin glücklich, wo ich gerade bin,

ist das für mich Erfolg pur."

Handstich: „Apropos erreicht – gibt es etwas in deinem Leben wovon du schon lange träumst und es dich aber noch nicht getraut hast zu tun?“ 

Matthias grinst von einem Ohr zum anderen: „Ich träume davon den Flugschein zu machen! Es hat sich nur leider bis dato noch nicht ergeben, aber das ist etwas, was mich total reizt und ich hoffentlich noch in die Tat umsetzen kann! Ich meine das ist ja schon immer der Traum der Menschheit gewesen – fliegen zu können! Das würde ich wirklich total gerne machen!“

Handstich: „Der Macher-Typ durch und durch! Was ist dir denn allgemein wichtiger? Theorie oder Praxis?“ 

Matthias (…lächelt keck…): „Die Praxis! Ich war noch nie so der Theoretiker! Praktisch arbeiten, das hat mir schon immer Spaß gemacht! Klar, man braucht schon ein theoretisches Grundwissen, aber wenn ich mich so zurückerinnere, waren es immer das Schultheater oder die Aufführungen im Stadttheater Hagen als Statist, bei denen ich am meisten gelernt habe. Learning by doing! Doing ist einfach das Entscheidende, also die Praxis!“

Handstich: „Passend zum Thema: Stell dir mal vor du würdest einen Allwissenden treffen, der die jede Frage beantworten kann – was würdest du wissen wollen?“

Matthias: „Ich würde gerne wissen, warum es auf der Welt Krieg und Gewalt gibt. Warum Schwache, die sich nicht wehren können Gewalt erleben müssen. Warum Kinder einfach hilflos zurückgelassen werden…“

Er guckt sehr ernst, seine Stimme wird ruhig und man hat das Gefühl er ist wie ausgewechselt, als er dieses Thema anschneidet.

„Ich glaube nämlich ganz fest daran, dass es in unserer Welt auch ohne diese Dinge geht! Und immer wieder, wenn ich Bilder aus Kriegsgebieten sehe, möchte ich verstehen, warum es sowas gibt. Oder ganz aktuell in Moria – wie kann sowas in Europa passieren? Das wäre eine Frage, die mir brennend auf dem Herzen liegen würde!“

Handstich: „Das sind natürlich ganz schön heftige Themen… Lass uns hoffen, dass dafür bald eine Lösung gefunden wird… Vielleicht widmen wir uns nochmal einem leichteren Thema. Stell dir vor du dürftest drei geschichtliche Personen zum Essen einladen, ganz gleich wen und ganz gleich ob tot oder lebendig. Wer wäre das?“ 

Matthias: „Das Idol meiner Kindheit Michael Jordan stünde da ganz oben auf meiner Liste! Ich habe selbst Basketball gespielt und ihm nachgeeifert. Ihn zu treffen oder geschweige denn mit ihm ein Gespräch bei einem Essen zu führen wäre der absolute Wahnsinn! Oder Helmut Kohl! Dieser Mann hat meine Kindheit geprägt, denn als ich elf Jahre alt war, war er einer der politischen Väter der Wiedervereinigung! Ganz egal, was da am Ende noch alles rausgekommen ist. Spendenaffäre und was weiß ich nicht alles! Es war einfach eine ganz große Leistung dieses Land wieder zu einen! Und dann nochmal zurück zum Sport beziehungsweise zu Sportlern. Mit wem ich bereits essen war und es total gerne wiederholen würde wäre die Lichtgestalt des deutschen Fußballs, der Kaiser - Franz Beckenbauer!

Handstich: „Matthias bis hierhin wollen wir uns schon mal bei dir für deine Antworten bedanken und haben eigentlich nur noch eine letzte Frage für dich. Wenn du die Möglichkeit hättest für fünf Minuten der Welt etwas mitteilen zu dürfen, was wäre das?“

Matthias: „Ich würde über eine Einrichtung erzählen, für die ich seit 2010 Botschafter bin. Nämlich das Kinder Hospiz Regenbogenland in Düsseldorf, in dem sich um lebensbegrenzt-/ erkrankte Kinder gekümmert wird, die sterben werden. Aber nicht nur um die Kinder selbst, sondern auch um die Angehörigen, die Familie, die Geschwister. Dort arbeiten so fantastische Menschen! Und genau dafür würde ich diese fünf Minuten nutzen. Um über diese starken, motivierenden und inspirierenden Menschen zu sprechen, die es trotz dieser harten Thematik schaffen, Kindern ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Und genau dieses Lächeln ist auch für mich als Botschafter die größte Motivation. Wenn sich jemand informieren will, kann er gerne auf die Website www.kinderhospiz-regenbogenland.de gucken und sich von der fantastischen Arbeit selbst überzeugen.

Handstich: „Lieber Matthias vielen lieben Dank für dieses super persönliche Gespräch und wir wünschen dir für deine persönliche und berufliche Laufbahn natürlich nur das Beste und sind gespannt, was bei dir als nächstes passiert! 

Matthias: „Vielen Dank an das Team Handstich für das Interview und hoffentlich bis bald!“ 

Jacke von Matthias