Tipps und Tricks zur Daunenjacken-Pflege - so geht´s richtig!

Liebe Handstich-Freunde,

passend zum Wechsel der Sommer- auf die Winterzeit hat urplötzlich ein nassgrauer Himmel das bitterkalte Quartal eingeläutet. Die Frostbeulen unter euch wissen, dass es nun an der Zeit ist, den kuscheligsten Begleiter des Winters auszupacken – die Daunenjacke. Denn nichts hält wärmer als die gemütlichen, anschmiegsamen und weichen Federn einer Daunenjacke. Noch immer kommt keine Kunstfaser gegen den Isolations- und Kälteschutz-Profi an.

Wer sich gerne von innen heraus wärmen möchte, empfehlen wir in unsere Rezeptinspirationen hineinzuschauen. Vorsicht Suchtgefahr! :-)

Getreu nach dem Motto „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung!“ wird auch gerne mal ordentlich in den Geldbeutel gegriffen, um die Qualität des Kleidungsstücks sicherzustellen. Doch wie pflegt man das empfindliche Winter Accessoire am besten – schließlich möchte man viele Jahre eine Freude daran haben! Muss man die Jacke in die Reinigung bringen oder kann man sie selbst waschen? Wie imprägniert man eine Winterjacke richtig? All diese Fragen möchten wir euch gerne im folgenden Text beantworten. Viel Spaß beim Lesen!

Nässe und Daune werden keine Freunde – doch warum?

Um das Material am besten zu verstehen, gibt es erst einmal vorweg das Einmal-Eins der Daunen: Die feinen Federn wachsen an Brust und Bauch der Vögel - sicher und geschützt unter den Deckfedern und sorgen damit für eine optimale Wärmedämmung. Durch ihre feine Konsistenz und Verästelungen schließen sie warme Luft an der Hautoberfläche ein und verhindern das Durchdringen von frostiger Luft von außen. Optimale Isolation also!

Daunen sind locker, luftig, leicht. Das ändert sich jedoch schlagartig, wenn sie mit Wasser in Berührung kommen. Sie verkleben und können so keine Wärme mehr einspeichern. Die Natur hat sich hierfür aber eine besonders schlaue Lösung einfallen lassen. Wasservögel nutzen nämlich ihr eigens produziertes Öl-Sekret aus der Bürzeldrüse, um ihre Federn zu „imprägnieren“. Und genau daran wollen wir Menschen uns auch orientieren!

Wie kann man Daunenjacken imprägnieren? 

Grundsätzlich werden die meisten Daunenjacken bereits bei der Produktion mit einem Schutzfilm überzogen, sodass eine „Re-Imprägnierung“ erst nach drei bis fünfmaligen Waschen notwendig ist. Wir empfehlen euch anstatt eines normalen Waschmittels ein Imprägnierungswaschmittel in der Kombination mit einem Imprägnierungsspray zu nutzen. So wird die Jacke bereits während des Waschens imprägniert und im Anschluss kann man auf der feuchten Jacken-Außenseite das Spray auftragen. Doppelt hält bekanntermaßen besser.

Waschanleitung für die empfindsamen Daunen

Spätestens nach einem ausgedehnten Spaziergang im Wald oder einer kleinen Wanderung auf den Berg kann es passieren, dass die Jacke entweder ein paar Matschspritzer abbekommen hat oder sogar ein bisschen müffelt. Das richtet sich natürlich völlig danach, wie anstrengend der Aufstieg war. :-)

Da hilft nur eins: ab in die Wäsche! Damit dabei keine Fehler passieren, die die Jacke möglicherweise ruinieren, hier die top 10 Tipps für eine sorglose Daunen-Wäsche! 

Vorweg noch ein Hinweis an alle Handstich-Liebhaber: Bitte beachtet unbedingt unsere Waschhinweise! Wir wollen keineswegs, dass ihr eure Lieblingsstücke in irgendeiner Form beschädigt. Wichtig zu wissen ist, dass einige unsere Jacken mit feinen Leder- oder mit besonderen Stoffapplikationen versehen sind, sodass sie für die Waschmaschine ungeeignet sind. Ihr findet die Waschhinweise innen auf dem weißen Pflegeetikett (das gilt natürlich auch für alle anderen Jacken).

Daunenjacken-richtig-waschen-Schritt #1

Checken, ob die Daunenjacke für die Maschine geeignet ist, denn oftmals werden Materialbestandteile genutzt, die nicht für die Maschine geeignet sind. Außerdem sollte die Jacke nicht von anderer Wäsche erdrückt werden, deshalb bekommt sie einen Soloplatz. Für unsere Jacken gilt: Aufgrund ihrer feinen Extrabestandteile, wie beispielsweise unsere Lederapplikationen immer in die Reinigung bringen. 

Daunenjacken-richtig-waschen-Schritt #2

Solltet ihr zu den richtigen „Schmutzfinken“ gehören, ist es ratsam den groben Dreck vorher mit der Hand und etwas Gallseife zu entfernen.

Daunenjacken-richtig-waschen-Schritt #3

Auch wenn es offensichtlich erscheinen mag – Taschen auf den Inhalt überprüfen. Es gibt nichts Ärgerlicheres als vergessene Taschentücher oder sonstige Erinnerungsstücke aus der letzten Outdoor-Tour, die sich dann über die gesamte Jacke verteilen. Zusätzlich sollten alle Reissverschlüsse geschlossen werden und die Jacke auf links gedreht werden.

Daunenjacken-richtig-waschen-Schritt #4

Absolutes No-Go: herkömmliches Waschmittel und Weichspüler, denn diese verkleben das Material und greifen die natürliche Fettschicht der Federn an! Für Daunenjacken gibt es spezielle Waschmittel, die besonders schonend zum Material sind.

Daunenjacken-richtig-waschen-Schritt #5

30 Grad und nicht mehr! Der Natur-Rohstoff kann weder Wasser noch Hitze leiden. Am besten verwendet man ein Fein- oder Wollwaschprogramm.

Daunenjacken-richtig-waschen-Schritt #6

Vier bis fünf Tennisbälle zur Jacke dazulegen, damit diese auf zusätzliche Weise in Bewegung gehalten wird. So wird ein Verkleben der Daunen verhindert.

Daunenjacken-richtig-waschen-Schritt #7

Schleudern ja, aber bitte nicht zu stark! Als Daumenregel gilt während des Waschgangs eine kleinere Drehzahl einzustellen und gegen Ende hin – kurz und knackig – die Drehzahl zu erhöhen.

Daunenjacken-richtig-waschen-Schritt #8

Nach dem normalen Spülgang „Extra spülen“ auswählen, damit auch wirklich alle Laugenreste ausgeschwemmt werden.

Daunenjacken-richtig-waschen-Schritt #9

Jetzt geht es ans Eingemachte, denn nach dem Waschen sind die Federchen besonders empfindlich. Zum Trocknen sollte die Jacke auf keinen Fall einfach über den Wäscheständer gehangen werden. Am Einfachsten nutzt man einen Wäschetrockner, denn der übernimmt automatisch den gesamten Prozess. Damit ja keine Federn verkleben, legt man einfach wieder die Tennisbälle dazu. Sollte kein Trockner zur Verfügung stehen, legt man die Jacke bei mittlerer Temperatur über die Heizung. Anstatt der Tennisbälle heißt es dann Muskelkraft nutzen und die Jacke immer wieder leicht durchschütteln.

Daunenjacken-richtig-Waschen-Schritt #10

Die Jacke unbedingt für 24 Stunden an der frischen Luft auskühlen lassen, denn nur so kann man sichergehen, dass keine Restfeuchtigkeit im Stoff geblieben ist. Die riecht nämlich und sorgt für eine Schimmelbildung.

Und damit sind wir auch schon am Ende des Prozesses angelangt. Eigentlich gar nicht so kompliziert und vor allem absolut Geldbeutel schonend! Wir wünschen euch mit eurer fast wie neuen, wohlig-riechenden und vor allem blitzblank sauberen Jacke ganz viel Freude! Bis zum nächsten Matsch-Spaziergang! :-)

Ihr seid auf der Suche nach einer neuen DAUNENJACKE? Dann lasst euch doch von unseren Lieblingsstücken inspirieren und guckt bei uns im Onlineshop vorbei. 

Herzlichst euer handstich-Team